Was kostet ein Fall Lärmschwerhörigkeit den Betrieb? Spoiler: Mehr als der Gehörschutz für alle.
Ein einziger anerkannter Berufskrankheitsfall (Lärmschwerhörigkeit) verursacht Gesamtkosten von geschätzt € 50.000,- bis € 200.000,- über die Laufzeit. Der maßgefertigte Gehörschutz für 20 Mitarbeitende über 4 Jahre kostet in etwa €3.200. Die Rechnung ist simpel: Prävention ist immer günstiger als Entschädigung.
Direkte Kosten einer anerkannten Lärmschwerhörigkeit
Indirekte Kosten: Das Unsichtbare
Produktivitätsverlust
Schwerhörige Mitarbeiter hören Anweisungen schlechter, kommunizieren schwieriger, machen mehr Fehler. Produktivitätsverlust: geschätzt 5-15% pro betroffenem/betroffener MitarbeiterIn.
Fluktuation & Einarbeitung
Wenn ein erfahrener Mitarbeiter wegen Schwerhörigkeit den Arbeitsplatz wechseln muss oder kündigt: Kosten für Recruiting, Einarbeitung, Know-how-Verlust. Geschätzt € 10.000,- bis € 30.000,-.
Unfallrisiko
Schwerhörige Mitarbeiter hören Warnsignale, Maschinengeräusche und Rufe schlechter. Erhöhtes Unfallrisiko = erhöhte Folgekosten. Ein einziger Unfall kann die Gehörschutz-Investition um ein Vielfaches übersteigen.
Imageschaden
Berufskrankheitsfälle können bekannt werden. In Zeiten von Fachkräftemangel: Ein Ruf als "unsicherer Arbeitgeber" kostet Bewerber und Aufträge.
Verwaltungsaufwand
Berufskrankheitsmeldung, AUVA-Verfahren, Dokumentationsanforderungen, Korrespondenz mit Arbeitsinspektion. Interne Stunden für Geschäftsführung, HR, SFK.
Arbeitsinspektion
Ein Berufskrankheitsfall kann eine Kontrolle durch die Arbeitsinspektion auslösen. Werden Mängel im Lärmschutz festgestellt: Verwaltungsstrafen, Auflagen, Nachfristen.