Lärmschwerhörigkeit ist die Berufskrankheit Nr. 1 am Bau.
Über zwei Drittel der Beschäftigten im Baugewerbe sind an ihrem Arbeitsplatz starker Lärmbelastung ausgesetzt. Presslufthammer, Kreissäge, Winkelschleifer - auf der Baustelle wird es schnell lauter als 100 Dezibel.
Earwear stattet Bauunternehmen mit massgefertigtem Gehörschutz aus, der zu den spezifischen Anforderungen der Baustelle passt: PSA Kategorie III zertifiziert, helmkompatibel und mit Filtern, die Sprache und vor allem Warnsignale trotzdem hörbar lassen.
6 Herausforderungen, die nur die Baubranche kennt
Helmkompatibilität
Kapselgehörschutz muss sich mit dem Schutzhelm kombinieren lassen. Viele Kapseln passen jedoch nicht unter den Helm oder sitzen nicht dicht, sobald der Helmbügel den Anpressdruck verändert. Brillen verschärfen dieses Problem zusätzlich.
Warnsignale müssen hörbar bleiben
Rückfahrwarner, Kranhupen, Feueralarm und Zurufe von Kolleginnen und Kollegen müssen trotz Gehörschutz wahrnehmbar sein – eine Überdämmung ist hier lebensgefährlich. Der Gehörschutz muss den Lärm reduzieren und gleichzeitig Sprache sowie wichtige Signale durchlassen.
Staub, Schmutz, Feuchtigkeit
Baustellenstaub lagert sich am Gehörschutz an und kann die Haut reizen. Besonders bei Schleif- und Abbrucharbeiten wird das zum Problem.
Wechselnde Lärmpegel
Der Lärmpegel auf einer Baustelle wechselt ständig: morgens ruhige Vermessung, mittags Betonieren, nachmittags Flex-Arbeiten. Wer den Gehörschutz dafür ständig ab- und aufsetzen muss, vergisst ihn irgendwann ganz.
Trageakzeptanz
Schaumstoff-Ohrstöpsel drücken, Kapselgehörschutz wird heiß unter dem Helm – unbequemer Gehörschutz wird schlicht nicht getragen. Dabei ist die Trageakzeptanz das größte Problem auf der Baustelle, denn nur Gehörschutz, der tatsächlich getragen wird, schützt auch wirklich.
Unterweisung mit Übungen (Kat. III)
Seit 2019 zählt Gehörschutz zur PSA Kategorie III, wodurch die jährliche Unterweisung praktische Übungen enthalten muss. Werden Schaumstoff-Stöpsel nicht oder falsch getragen, besteht für die Mitarbeitenden kein Schutz.
Maßgefertigter Gehörschutz für die Baustelle
Individuell angepasst. PSA Kat. III zertifiziert.
Helmkompatibel: Passt unter jeden Bauhelm
Otoplastiken sitzen vollständig im Gehörgang und in der Ohrmuschel – ohne Bügel und ohne Kapseln kommt es zu keiner Kollision mit dem Helm. Auch mit Schutzbrille bleibt die Passform unverändert.
Filter lassen Warnsignale durch
Die Filter des Earwear Soundsaver dämmen den schädlichen Lärm, aber nicht jedes Geräusch: Sprache, Rückfahrwarner und Alarmsignale bleiben weiterhin wahrnehmbar.
Robust gegen Staub und Schmutz
Earwear Soundsaver X besteht aus widerstandsfähigem Acrylat, das sich leicht reinigen lässt und unempfindlich gegen Baustaub ist. Die glatte Oberfläche hat keine Falten oder Rillen, in denen sich Schmutz festsetzen kann, und eine kostenlose Reinigung ist jederzeit im Neuroth-Store möglich.
Trageakzeptanz: Bequem genug für den ganzen Tag
Maßgefertigt bedeutet: kein Drücken, kein Verrutschen, kein Fremdkörpergefühl. Mitarbeitende, die ihren Gehörschutz gerne tragen, tragen ihn auch tatsächlich – und das reduziert zugleich das Haftungsrisiko für den Arbeitgeber.
Weniger Schulungsaufwand bei Unterweisungen
Bei maßgefertigtem Gehörschutz entfällt das größte Fehlerpotenzial: das falsche Einsetzen. Da die Form eindeutig ist und der Sitz garantiert wird, lässt sich die verpflichtende Unterweisung mit Übungen (PSA Kat. III) deutlich einfacher durchführen.
Earwear Gehörschutz für die Baubranche
Earwear Soundsaver X
Die robuste Variante für raue Einsatzbedingungen. Widerstandsfähiges Acrylat hält Staub, Schmutz und mechanischer Beanspruchung stand. Unterschiedliche Filter. Perfekt für Rohbau, Abbruch, Straßenbau.
Earwear Soundsaver
Die komfortbetonte Variante aus weichem Silikon. Maximaler Tragekomfort auch über lange Schichten. Ideal für Ausbau, Installation und Bauleitung, wo die Staubbelastung geringer ist.
Lärmpegel typischer Baumaschinen und Werkzeuge
Bereits ab 85 dB(A) ist Gehörschutz Tragepflicht. Die meisten Baumaschinen überschreiten diesen Wert deutlich.
Achtung Kumulation: Auf einer Baustelle laufen oft mehrere Maschinen gleichzeitig. Zwei gleich laute Quellen erhöhen den Pegel um 3 dB - das verdoppelt die Schallenergie. Vier Maschinen = +6 dB.
Gehörschutz-Empfehlung nach Bau-Gewerk
Jedes Gewerk hat andere Lärmquellen und Anforderungen.
Rohbau / Betonbau
- Typische Quellen
Betonmischer, Vibrationsrüttler, Schalung, Rammarbeiten - Pegel
85-120 dB - Besonderheit
Bei Rammarbeiten entsteht zusätzlich Impulsschall – hier wird ein zusätzlicher Abstand empfohlen.
Abbruch / Rückbau
- Typische Quellen
Presslufthammer, Bagger mit Zange, Seilsäge - Pegel
100-120 dB - Besonderheit
Die Staubbelastung ist extrem hoch, weshalb hier Acrylat statt Silikon empfohlen wird.
Holzbau / Zimmerei
- Typische Quellen
Kreissäge, Handkreissäge, Kettensäge, Nagler - Pegel
95-115 dB - Besonderheit
Sägen erzeugen hochfrequenten Lärm, weshalb ein guter Hochfrequenz-Dämmwert besonders wichtig ist.
Strassenbau / Tiefbau
- Typische Quellen
Asphaltfräse, Walze, Verdichtungsgeräte, Presslufthammer - Pegel
90-110 dB - Besonderheit
Da im Straßenverkehr gearbeitet wird, ist auf die Straßenzulassung des Gehörschutzes zu achten.
Installation / Ausbau
- Typische Quellen
Bohrmaschine, Flex, Stemmhammer, Schlitzfräse - Pegel
85-100 dB - Besonderheit
Geschlossene Räume verstärken den Schall – der Pegel liegt hier oft höher, als man erwarten würde.
Bauleitung / Bauaufsicht
- Typische Quellen
Alle (Begehung verschiedener Bereiche) - Pegel
80-100+ dB (temporär) - Besonderheit
Bei der Kommunikation mit Subunternehmern ist minimale Dämmung bei maximaler Sprachverständlichkeit entscheidend.
Ihre Pflichten auf einen Blick
Gehörschutz ist seit 2019 PSA der Kategorie III nach Verordnung (EU) 2016/425. Für Bauunternehmen in Österreich bedeutet das verschärfte Pflichten:
- Ab 80 dB(A): Gehörschutz kostenfrei bereitstellen und Angebotsvorsorge ermöglichen
- Ab 85 dB(A): Tragepflicht durchsetzen, Lärmbereiche kennzeichnen und Pflichtvorsorge sicherstellen
- Jährlich: Unterweisung mit praktischen Übungen (Kat. III Pflicht)
- Dokumentieren: Gefährdungsbeurteilung, Unterweisungsnachweis, Betriebsanweisung
- Beschaffung: Nur PSA mit CE-Kennzeichnung und Kennnummer der notifizierten Stelle
Von der Anfrage zum ausgerüsteten Team
Anfrage & Beratung
Sie erreichen uns telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular. Im ersten Gespräch klären wir Ihren Bedarf und die passende Vorgehensweise für Ihr Team.
Sammeltermin & Abdruck
Wir nehmen den Ohrabdruck für alle Mitarbeitenden direkt vor Ort oder im Neuroth-Store. Ab 5 Personen findet dies als Sammeltermin statt, pro Person dauert es etwa 15 Minuten.
Fertigung, Übergabe & Funktionsprüfung
Die Fertigung erfolgt per 3D-Druck und dauert 1–2 Wochen; jede Otoplastik wird individuell nach Abdruck gedruckt. Bei der Übergabe kontrollieren unsere Experten Passform und Dämmung – niemand geht ohne perfekten Sitz.